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Hundeerziehung: Grenzen setzen und Freiheiten erlauben? – Teil 1/2

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Hundeerziehung: Grenzen setzen und Freiheiten erlauben? – Teil 1/2

Auf der Hundewiese hört man es sehr oft: „Hunde brauchen Grenzen!“. Dieser Satz wird unter Hundehaltern nahezu  in übermäßiger Weise verwendet. Aber welche Grenzen sind damit gemeint? Brauchen Hunde tatsächlich Grenzen? Sind Freiheiten für den Hund erlaubt? Mit diesen Fragen beschäftige ich mich in dieser zweiteiligen Artikelserie.

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Hundeerziehung Tony der Mops

Fehlinterpretationen in der Verhaltensforschung von Wölfen

Manche Hundeprofis sind der Meinung, dass Hunde die Grenzen überschreiten, aggressiv werden. Die Realität sieht aber anders aus. Hunde sind sehr soziale Lebewesen, die grundsätzlich Konflikte vermeiden wollen. Die Theorie dieser Hundeprofis basiert auf eine falsche Deutung von gemachten Verhaltensstudien über Wölfe und Hunde. Wölfe, von denen alle domestizierten Hunde abstammen, sind äußerst soziale Wesen.

 

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Es wird immer wieder beteuert, dass Wölfe eine rigorose Rangordnung im Rudel aufbauen und diese durch Kämpfe und aggressive Streitereien streitig gemacht und immer wieder gefestigt werden muss.

Heute weiß man, dass es nicht richtig ist und dies nicht das wirkliche Sozialverhalten der Wölfe widerspiegelt. Grund für diese falschen Annahmen sind Studien über Wölfe, die in engen Gehegen gelebt haben.

Hierbei konnten die Tiere sich nicht aus dem Weg gehen. Weiterhin waren die Wölfe nicht miteinander verwandt. Das Rudel bestand somit aus zufällig zusammengebrachten Charakteren, die so in der freien Natur nicht zusammen leben würden.

Durch Frustration und erhöhten Stress entstanden Aggressionen zwischen den Wölfen. Es ist vergleichbar, wie wenn man das Verhalten von Strafgefangenen im Gefängnis als Beispiel für das gesamte menschliche Verhalten nimmt.

 

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Hunde wollen grundsätzlich Konflikte vermeiden

Frei lebende Wölfe praktizieren keine Rangstreitigkeiten und Statuskämpfe innerhalb ihrer Familie. Hunde haben ihre sozialen Fähigkeiten vom Wolf, im Zusammenleben mit dem Menschen, sogar weiter ausgebaut. Auch Hunde wollen Konflikte vermeiden und streben eher ein harmonisches Verhältnis zum Menschen an.

Bei manchen Hundehaltern, die mehrere Hunde besitzen, kann es durchaus zu Reibereien unter den Hunden kommen. Muss es aber nicht. Dies ist vergleichbar mit den zufällig zusammenlebenden Wölfen in engen Gehegen.

Wenn es bei einer Mehrhundehaltung zu Auseinandersetzungen zwischen den Hunden kommen sollte, so ist es hilfreich, wenn die Hunde über ausreichenden Freiraum verfügen, in denen sie sich auch mal aus dem Weg gehen können.

Von Hunden lernen

Wenn man freilebende Hunde (wie z.B. Straßenhunde) beobachtet, kann man beim Umgang unter Artgenossen feststellen, dass sehr wohl Grenzen gesetzt werden. Dies geschieht aber immer im direkten sozialen Umgang, wie z.B. wenn es um Nahrung geht, wenn es im Spiel zu grob wird oder das Verhalten zu aufdringlich ist.

Hierbei werden die Grenzen des Verhaltens mit Körpersprache oder Drohungen gezeigt. In den seltensten Fällen wird unerwünschtes Verhalten unter Hunden mit Schmerzen oder Kämpfen unterbunden. Sehr oft wird unerwünschtes Verhalten hingegen einfach von den Hunden ignoriert, so dass es zu keinem Erfolg kommt.

Grenzen richtig setzen oder dem Verhalten einen Rahmen setzen

Man kann das Verhalten unter Hunden, bei unerwünschtem Verhalten, sehr gut auf die Hundeerziehung übertragen. Bettelt ein Hund ganz aufdringlich, um bspw. Essen oder Spielzeug zu bekommen, so sollte man dieses Verhalten strikt ignorieren und ihm nichts geben. Ist der Hund sehr aufdringlichen, kann man ihn auch mit der Hand wegschieben und ihm klar machen, dass man das nicht will. Somit ist die Grenze im sozialen Zusammenhang, wie auch unter Hunden praktiziert, gesetzt.

Wichtig ist hierbei auch die Körperhaltung und Stimmlage. Hängende Schultern, Unentschlossenheit oder eine leise Stimmlage werden von Hunden eher als entschlussschwach gesehen und nicht so ernst genommen.

Grenzen müssen immer klar kommuniziert werden. Grenzen zu setzen ist im Grunde nichts anderes als die Veränderung von Verhalten. Also unerwünschtes Verhalten zu stoppen bzw. zu blockieren. Wichtig hierbei ist Konsequenz und Geradlinigkeit, damit der Hund das unerwünschte Verhalten versteht und uns ernst nimmt.

 

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Gibt es seitens des Menschen keine klaren Regeln oder keine klare Kommunikation, so kann der Hund auch nicht die Grenze erkennen und wird diese immer wieder unbeabsichtigt überschreiten. Viele Hundehalter interpretieren ein solches Verhalten, als ob der Hund die Grenzen testen will.

Rangordnungsverhalten ist bei Hunden eher als nebensächlich zu betrachten. Diesbezüglich sollten die Grenzen nur im direkten sozialen Zusammenhang gesetzt werden. Hierbei kann man den Hund je nach Situation dann z.B. ignorieren oder ihm ein Alternativverhalten (z.B. Sitz oder Platz) antrainieren. Wenn das Alternativverhalten vom Hund richtig ausgeführt wird, soll er auch belohnt werden. Der Hund lernt somit, dass sich dieses Alternativverhalten viel mehr lohnt als das unerwünschte Verhalten.

Ist der Hund beim Spielen oder bei anderen Interaktionen sehr grob, so solltest man das Spiel ohne Kommentar beenden und etwas anderes ohne den Hund machen. Wichtig ist, dass unerwünschtes Verhalten nicht belohnt und damit zusätzlich verstärkt wird. Betteln am Esstisch z.B. sollte strikt ignoriert werden. Dies muss dann auch konsequent von allen Familienmitgliedern im Hause eingehalten werden. Nur so lernt der Hund, dass dieses Verhalten keinen Erfolg bringt.

 

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Nicht alles verbieten und begrenzen

Unter Hunden ist Grenzen setzen ein nicht so häufig gezeigtes Sozialverhalten. Dementsprechend sollte man mit Grenzen setzen nicht übertreiben. Wenn alles verboten und begrenzt wird, ist dies eher kontraproduktiv, weil wir gegen das natürliche Verhalten von Hunden arbeiten. Das führt meist zu Frustrationen und Stress für den Vierbeiner. Ständiger Stress kann dann wiederum Auslöser für unerwünschtes Verhalten sein.

Sehr bedeutsam ist ebenfalls ein klar strukturiertes Hundeleben, welches dem Vierbeiner Sicherheit vermittelt. Darauf und auf die Freiheiten, die ein Hund haben sollte, um ausgeglichen zu sein, gehe ich im zweiten Teil ein.

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