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Indoor-Spiele und Aktivitäten mit dem Hund Teil 1/2

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Indoor-Spiele und Aktivitäten mit dem Hund Teil 1/2

In der Winterzeit sind die Möglichkeiten den Hund richtig auszulasten geringer, als in der warmen Jahreszeit. Kälte und schlechtes Wetter laden nicht gerade zu langen Spaziergängen mit dem Hund ein. Dafür bieten sich tolle Aktivitäten in den eigenen vier Wänden an. Indoor-Agility, Becher-, Apportier-, Such- oder Versteckspiele. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten den Hund im Winter optimal geistig und körperlich auszulasten.

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Das Spielen mit Artgenossen und lange ausgiebige Spaziergänge kommen in der kalten Winterzeit manchmal ein wenig zu kurz. Das Ergebnis ist, dass der Hund sich langweilt und unterfordert ist. Bekommt der Hund auf Dauer zu wenig Beschäftigung und Bewegung, so kann es Stress und Frust hervorrufen und infolgedessen können Verhaltensprobleme beim Hund auftauchen. Hinweise solcher Verhaltensprobleme können pausenloses Bellen, Zerkauen von Gegenständen, dauerhaftes Betteln, das Jagen des eigenen Schwanzes, ständiges Lecken oder Kratzen sein. Selbstverständlich kann dieses Verhalten auch andere Ursachen haben. Hierbei müsste man dies von einem Tierarzt oder einem Tiertherapeuten es untersuchen lassen. Wenn der Hund diese Verhaltensweisen aufzeigt, in denen er wenig Beschäftigung und Bewegung hat, so sind das Indizien, dass er unterfordert und gelangweilt ist.

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Becherspiel

Das Becherspiel eignet sich als kleiner Denksport für kalte Regentage, indem Nase, Geduld und Gehorsam trainiert werden. Hierfür braucht man drei Becher und ein paar Leckerlis. Beginne erst mit einem Becher. Lass deinen Hund vor dir sitzen und lege unter dem Becher ein Leckerli, so dass der Hund es sehen kann. Fordere ihn anschließend auf, sich das Leckerli zu holen. Schnuppert der Hund am Becher, stoßt ihn um oder berührt ihn mit der Pfote, dann darf er das Leckerchen essen und wird ausgiebig gelobt. Diese Übung kannst du solange wiederholen, bis der Hund verstanden hat, dass es unter dem Becher etwas fressbares gibt und er beim Schnüffeln oder stoßen des Bechers, das Leckerli bekommt und gelobt wird.

 

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Die gleiche Übung kannst du nun mit zwei Bechern machen. Der Hund sitzt wieder vor dir, so dass er sehen kann wo genau das Leckerli versteckt wird. Die Becher kannst du mit etwas Abstand nebeneinander stellen. Dann kannst du ihn wieder auffordern das Leckerli zu holen. Wenn er gleich beim ersten Mal den richtigen Becher anschnüffelt oder anstoßt, dann wird er reichlich gelobt und darf das Leckerli essen. Geht er zum falschen Becher, so reagiere gar nicht darauf und warte bis er zum richtigen Becher geht, um ihn dann zu loben und mit dem Leckerli zu belohnen. Sobald er dieses gut beherrscht, kann man auf drei Becher umsteigen und später auch die Becher verschieben. Aber überfordere deinen Hund nicht.

Flaschendrehen

FlaschendrehenHierzu benötigst du eine große Plastikflasche (z.B. 1,5 Liter) und eine lange Stange aus Holz oder Bambus (ca. 50 – 60 cm). Mach in der Mitte der Flasche zwei gegenüberliegende Löcher und stecke die Stange durch. Jetzt kannst du Leckerlis in die Flasche hineingeben, die klein genug sind, so dass sie wieder aus der Flasche herausfallen. Dein Hund soll die Flasche mit der Schnauze oder den Pfoten so drehen, dass die Leckerlis rausfallen. Die Flasche kannst du an der Stange halten oder zwischen zwei Stühlen setzen und halten, so dass sie nicht abgleitet, wenn der Hund die Flasche berührt. (Bild: ©spass-mit-hund.de)

Apportierspiele

Beim Apportieren, kann man die Kommandos „Bring, Gib, Lass“ trainieren. Hierbei kann man z.B. Spielzeug oder andere Gegenstände vom Hund aufheben und sich bringen lassen. Das Apportieren muss in viele kleine Trainingseinheiten unterteilt werden. Übe erst einmal das Bringen von Gegenständen. Hierbei kannst du den Hund mit einem Leckerli zu dir locken. Der Hund soll den Gegenstand erst fallen oder loslassen, wenn du „Gib“ sagst. Dann viel loben und mit einem Leckerli belohnen.

Wenn dies gut funktioniert, kannst du das Kommando „Lass“ üben. Der Hund soll den Gegenstand in eine Kiste oder in seinem Körbchen fallen lassen. Postiere dich neben der Kiste oder des Körbchens und sage „Lass“ wenn der Hund oberhalb der Kiste oder im Körbchen ist und belohne ihn umgehend. Der Hund wird das Leckerli nehmen und den Gegenstand fallen lassen. Beim Apportieren muss man viel Geduld aufbringen, in kleinen Schritten arbeiten und dem Hund die Zeit zum Lernen lassen.

Clicker-Training

Kalte und regnerische Tage können auch genutzt werden, um mit dem Hund Clicker-Training zu betreiben. Der Clicker ist ein Hilfsmittel für die Erziehung, mit dem man korrektes Verhalten positiv verstärkt. Stell dich vor deinem Hund, ohne etwas zu sagen, clicke einmal und belohn ihn prompt mit einem Leckerli. In diesem Fall ist das Timing von entscheidender Bedeutung, damit der Hund das Click-Geräusch mit Futter und Belohnung assoziiert.

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Diese Übung wiederholst du mehrmals am Tag. Nach einigen Tagen wird der Hund das Clicken mit Belohnung verbinden. Du wirst sehen, dass der Hund nach dem Click zu dir schauen wird und du seine volle Aufmerksamkeit haben wirst. Von diesem Zeitpunkt an kannst du den Clicker als Trainingshilfsmittel verwenden und deinem besten Freund wünschenswertes Verhalten oder neue Tricks bzw. Kommandos beibringen.

 

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Massagen und Wellness

Auch Hunde mögen massiert werden. Mit ein paar gekonnten Griffen kann man seinem Hund eine Entspannung der Muskulatur anbieten.

Ausstreichen

Dein Hund liegt auf der Seite und seine Pfoten zeigen in deine Richtung. Streiche mit beiden Händen über den ganzen Körper mit langsamen und sanften Bewegungen. Deine Hände sollten sich stets auf der Muskulatur bewegen. Die Wärme wird die Muskeln entspannen. Du kannst hierbei auch einen erwärmten Kirschkernkissen verwenden.

Zirkelung

Mit deinem Handballen kannst du die Muskulatur am Oberarm und Oberschenkel deines Hundes massieren, was krampflösend wirkt. Der Druck sollte nicht zu groß und nicht zu gering sein.

S-Rollung

Nimm die obere Hautschicht am Nacken deines Hundes mit beiden Händen zwischen Daumen und Finger. Dann behutsam mit den Händen in S-Form gegeneinander in Richtung Rute zugehen. Hierbei nicht direkt auf die Wirbelsäule, sondern seitlich der Wirbelsäule entlang gehen. Durch diese Massage lösen sich Verklebungen in den oberen Hautschichten.

Bad und Fellpflege

An einem kalten und ungemütlichen Wintertag kannst du deinen Hund auch Baden oder das Fell pflegen. Jegliche Art der Pflege, die mit Liebe und Sorgfalt getätigt wird, ist eine Art von Zuneigung, die die Bindung zwischen Hund und Mensch festigt.

 

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Im zweiten Teil werde ich weitere Möglichkeiten von Indoor-Aktivitäten aufzeigen, wie Versteck- und Suchspiele, Indoor-Agility, Intelligenzspielzeuge für Hunde oder Hörprogramme gegen Ängste. Bis zum nächsten Mal. Keep it puggy!

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Lese auch:

---> Indoor-Spiele und Aktivitäten mit dem Hund Teil 2/2

---> Grundlagen für eine erfolgreiche Hundeerziehung

---> Die häufigsten Fehler bei der Hundeerziehung

---> Was in welchem Alter ist bei der Hundeerziehung zu beachten

---> Durchfall beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 3/33

---> Impfungen beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 2/33

 

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