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So bleibt mein Hund gesund - Impfungen beim Hund - Teil 2/33 - Tipps zur Gesundheit des Hundes

vor 2 Jahren, 9 Monaten - Aufrufe

So bleibt mein Hund gesund – Impfungen für den Hund - Teil 2/33

Schwere Infektionskrankheiten, wie Staupe oder Tollwut,  sind beim Hund selten geworden. Dies haben wir den Impfungen zu verdanken, die die Abwehrmechanismen des Hundes aktiviert, die Krankheit und eine Ausbreitung der Krankheit auf andere Lebewesen verhindert. Jeder Hundehalter stellt sich die Fragen: „Wieso überhaupt impfen? – Welche Impfungen für Hunde gibt es? – Wann, wie oft und gegen was soll mein Hund geimpft werden? – Welche Risiken bergen Hundeimpfungen?“ Diese Fragen werde ich in diesem Artikel beantworten.

 

Impfungen beim Hund - Tony der Mops

 

 

Eines kann man sicher sagen, dass einige Impfungen unbedingt notwendig sind. Impfungen sind eine wirkungsvolle Methode, damit Infektionskrankheiten verhindert werden und diese auch weiter verbreitet werden. Für den Hund sind viele Impfstoffe verfügbar, die verschiedene Infektionserreger bekämpfen sollen. Die Frage ist aber, wie häufig soll mein Hund geimpft werden. In der Vergangenheit wurde seitens der Tierärzte viel zu oft nachgeimpft oder gegen Erreger geimpft, bei dem die Hunde aufgrund ihrer Haltungsform oder Reisegewohnheiten gar nicht notwendig waren, da sie keinen Kontakt zu bestimmten Erregern hatten. Nach dem heutigen wissenschaftlichen Stand ist auf jeden Fall eine umfassende Grundimmunisierung für alle Welpen in den ersten beiden Lebensjahren, gegen die für das jeweilige Tier relevanten Erreger, notwendig.

 

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Welche Impfungen für Hunde gibt es?

Die Impfungen werden in Core- und Non-Core-Komponenten eingeteilt. Die Core-Komponenten sind Pflichtimpfungen, bei dem jeder Hund geschützt sein muss, da diese Erreger den Tierbesitzer gefährden oder beim Hund selbst lebensgefährliche Krankheiten verursachen würde, wie die Parvovirose oder Staupe.

Lt. der ständigen Impfkommission Vet. zählen hierzu Impfungen gegen die folgenden Krankheiten (Stand Juli 2013):

  • HCC (Hepatitis Contagiosa Canis)
  • Parvovirose
  • Staupe
  • Leptospirose
  • Tollwut

Die Non-Core-Komponenten sind nicht für alle Hunde gleichbedeutend. Der Schutz gegen diese Erreger ist nur dann wichtig, wenn die Hunde tatsächlich mit diesen Erregern in Kontakt kommen könnten und ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Lt. der ständigen Impfkommission Vet. zählen hierzu Impfungen gegen die folgenden Krankheiten (Stand Juli 2013):

  • Zwingerhusten (Bordatella bronchiseptica)
  • Canine Herpes-Virus-Infektion („Welpensterben“)
  • Canines Parainfluenzavirus (CPiV)
  • Dermatophytose, Mikrosporie, Trychophytie (Pilzerkrankungen)
  • Leishmaniose
  • Borreliose
  • Tetanus

Wann, wie oft und gegen was soll mein Hund geimpft werden?

Wie schon anfangs erwähnt, wurde in der in der Vergangenheit und teilweise noch heutzutage, seitens der Tierärzte viel zu oft nachgeimpft oder gegen Erreger geimpft, bei dem die Hunde aufgrund ihrer Haltungsform oder Reisegewohnheiten gar nicht notwendig waren/sind.

Der Weltverband der Kleintierärzte WSAVA (World Small Animal Veterinary Association) hat eine neue Richtlinie im Mai 2013 für die Impfung von Hundewelpen veröffentlicht (Richtlinie des WSAVA).

Wichtigste Aussagen der neuen Richtlinie des WSAVA

In der Richtlinie werden für alle Welpen, die Core-Impfungen gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose empfohlen. In Ländern mit Tollwutvorkommen, sollte man auch gegen Tollwut impfen. In der EU ist bei Reisen mit dem Hund in andere EU-Länder, die Tollwutimpfung gesetzlich Pflicht.
Die Impfungen beim Welpen gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose, die zwischen der 14-16 Lebenswoche verabreicht werden, sorgen für 98% der geimpften Welpen für einen jahrelangen Schutz, sehr wahrscheinlich für einen lebenslangen Schutz. Weiterhin empfiehlt der Verband eine Wiederholungsimpfung zwölf Monate nach dem letzten Impfgang. Hierbei soll die Immunität bei Hunden sichergestellt werden, bei der die Welpenimpfung nicht richtig angesprochen hat.

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Es wird ausdrücklich empfohlen, so wenige Impfungen wie nötig zu geben, um den Körper der Hunde nicht unnötig zu belasten. Für die drei Core-Impfungen Staupe, Hepatitis und Parvovirose sollte aller höchstens jede drei Jahre nachgeimpft werden, ist aber kein Muss. Ein immuner Hund gegen diese drei Krankheiten, wird keine zusätzliche Immunität mit einer Auffrischung erhalten. Die WSAVA unterstützt Titertests, in dem mit einer Blutabnahme die Antikörper und somit die Immunität des Hundes festgestellt werden kann. Bei einer bestehenden Immunität sind Wiederholungsimpfungen nicht erforderlich und überflüssig.

Leptospirose wird, anders als in Deutschland, von der WSAVA als Non-Core-Impfung gesehen und nur für geografische Regionen, in denen ein wirkliches Infektionsrisiko besteht oder bei Hunden, die aufgrund ihrer Lebensbedingungen Infektionsrisiken ausgesetzt sind, empfohlen. Die erste Welpenimpfung sollte zwischen der 12-16 Lebenswoche verabreicht werden, mit einer zweiten Dosis 3-4 Wochen später. Die Leptospirose Impfung wirkt in der Regel maximal 12-18 Monate, so dass der Verband eine jährliche Auffrischung empfiehlt.

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Impfempfehlungen laut der Leitlinie zur Impfung von Kleintieren der Ständigen Impfkommission Vet. (Stand Juli 2013):

Grundimmunisierung

  •  8. Lebenswoche: HCC (Hepatitis), Parvovirose, Staupe, Leptospirose
  • 12. Lebenswoche: HCC (Hepatitis), Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Tollwut
  • 16. Lebenswoche: HCC (Hepatitis), Parvovirose, Staupe, Tollwut
  • 15. Lebensmonat: HCC (Hepatitis), Parvovirose, Staupe, Leptospirose, Tollwut

Wiederholungsimpfungen

Leptospirose

Jährliche Wiederholungsimpfung: Empfohlen für geografische Regionen, in denen ein wirkliches Infektionsrisiko besteht oder bei Hunden, die aufgrund ihrer Lebensbedingungen Infektionsrisiken ausgesetzt sind.

HCC, Parvovirose, Staupe

Empfohlen: Höchstens jede drei Jahre, ist aber kein Muss. Kann durch die Titerbestimmung festgelegt werden.

Tollwut

Seit Änderung der Tollwutverordnung vom 20.Dezember 2005, gelten in Deutschland, die in den Packungsbeilagen genannten Wiederholungsimpftermine. Hier sollte man Tollwutimpfstoffe mit einer Zulassung für drei Jahre verabreichen und nicht solche die für ein oder zwei Jahre zugelassen sind. Eine gültige Tollwutimpfung ist bei grenzüberschreitenden Reisen mit dem Hund nötig. Aber auch ein Impfschutz im Inland kann sinnvoll sein, da ein Restrisiko besteht, dass der Hund mit tollwutinfizierten Import-Hunden in Kontakt kommen könnte. Deutschland ist offiziell seit Herbst 2008 frei von Fuchstollwut.

Non-Core-Impfempfehlungen

Alle Non-Core-Impfungen sollten grundsätzlich nur dann vorgenommen werden, wenn erhöhte Infektionsgefahr besteht. Hierbei eignet sich ein jährliches Gespräch und ein Check-up mit dem Tierarzt, indem ein individueller Impfplan erstellt wird. Hierbei beachtet der Tierarzt das bestehende Infektionsrisiko des Tieres.

Welche Risiken bergen Hundeimpfungen?

Grundsätzlich sind die Risiken bei einer Impfung gering und werden von den meisten Hunden gut vertragen. Da es aber keinen völlig risikofreien Impfstoff gibt, können Nebenwirkungen auftreten. Damit Komplikationen minimiert werden, sollte der Hund bei der Impfung gesund sein. Der Tierarzt kontrolliert die Körpertemperatur und fragt nach bestehenden Krankheiten oder Beschwerden des Hundes. Nach einer Impfung können Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle auftreten. Manche Nebenwirkungen sind nur vorübergehend und eine normale Reaktion des Organismus, die grundsätzlich schnell wieder abklingen. Dazu gehören: Fieber, Abgeschlagenheit, Appetitverlust, Gelenkschmerzen usw.

 

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Weit gravierender sind allergische Impfreaktionen, die eher selten vorkommen. Hier treten Symptome auf wie, Atemnot, Durchfall, Erbrechen, Kopfschwellungen usw. In ganz seltenen Fällen, kann eine allergische Impfreaktion sogar zum Tode führen, wenn der Hund nicht umgehend behandelt wird. Auch sehr selten kommen impfbedingte Autoimmunerkrankungen, wie Thrombozytopenie, vor.

Zusammenfassung

Laut den aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnissen sollte man seinen Hund gegen die empfohlenen Core-Impfungen im Welpenalter Grundimmunisieren. Die Wiederholungsimpfungen für HCC, Staupe, Parvovirose höchstens, wenn nach Titerbestimmung nötig, jede drei Jahre auffrischen. Bei Tollwut sollte man Tollwutimpfstoffe mit einer Zulassung für drei Jahre verabreichen.
Bei Leptospirose erfolgt eine jährliche Wiederholungsimpfung, wenn ein wirkliches Infektionsrisiko besteht.

Die Non-Core-Impfungen sollten grundsätzlich nur dann vorgenommen werden, wenn erhöhte Infektionsgefahr besteht.
Dies kann mit dem Tierarzt deines Vertrauens in einem jährlichen Gespräch festgelegt werden.

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Im nächsten Teil dieser Artikelserie wird es um das Thema „Durchfall bei Hunden“ gehen. Bis dahin Keep it puggy!

Lese auch:

--> Zecken beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 6/33

--> Würmer bei Hunden - So bleibt mein Hund gesund - Teil 5/33

--> Fieber und Husten bei Hunden - So bleibt mein Hund gesund - Teil 4/33

---> Durchfall beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 3/33

---> Übersicht - So bleibt mein Hund gesund - Teil 1/33

 

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