Beliebte Artikel






































Werbung































































Werbung





















































































































Werbung 05_beauty_120x600

Worldtrip Banner
  • /
  • /
  • /
  • Zecken beim Hund – So bleibt mein Hund gesund – Teil 6/33 – Tipps zur Gesundheit des Hundes

Zecken beim Hund – So bleibt mein Hund gesund – Teil 6/33 – Tipps zur Gesundheit des Hundes

vor 2 Jahren, 6 Monaten - Aufrufe

Zecken beim Hund

Wenn es draußen etwas wärmer wird, beginnt die Zeckenzeit. Jeder Hundebesitzer wird mit diesen Parasiten zu tun haben. Wichtig zu wissen ist, dass Zecken auch gefährliche Krankheiten übertragen können. Erfahre in diesem Artikel, welche Zecken für den Hund gefährlich sind, welche Krankheiten sie übertragen, wie man gegen sie vorbeugen kann und wie man sie richtig entfernt.

 

Zecken beim Hund - Tony der Mops

 

Welche Zecken sind gefährlich für den Hund?

Zecken sind Millimeter große Parasiten, die sich einzig und allein vom Blut ihres Wirtes ernähren. Sie leben auf Grashalmen, Sträuchern oder auf Tieren. Meistens gelangen sie auf den Hund, indem sie sich beispielsweise von Sträuchern fallenlassen oder indem sie auf ihren Wirt klettern. Anschließend wandern sie dann durch das Hundefell, bis sie eine Hautstelle erreichen, in denen sie leicht zubeißen können (meist ist es der Halsbereich).

 

Tonys Hunde-Kochbuch

 

Es existieren circa 850 Zeckenarten. Aber nur einige sind für den Hund gefährlich. Dazu zählen unter anderem der Holzblock (Ixodes ricinus), die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus), die in wärmeren Gebieten vorkommende und sich kontinuierlich weiter verbreitende Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) sowie die Igelzecke (Ixodes hexagonus) und die Fuchszecke (Ixodes canisuga).

    Auwaldzecke     Holzblock     Braune Hundezecke
              Auwaldzecke                                  Holzblock                             Braune Hundezecke
                                                                      
(Quelle: Wikipedia)

Der Holzblock überträgt gefährliche Krankheiten auf Hunde und Menschen, wie die Lyme Borreliose oder die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Die Auwaldzecke überträgt die Babesiose (Hundemalaria). Die erwachsene Auwaldzecke ist am Rücken leicht marmoriert (siehe Foto)  und kann somit gut erkannt werden.

Zu welcher Jahreszeit kommen Zecken vor?

Hauptsächlich kommen Zecken im Frühling, Sommer und Herbst vor. Zecken mögen es warm und feucht. Aber durch die immer milderen Winter können Zecken auch im Winter vorkommen. Dem Holzblock reichen Temperaturen von über 5 °C, um aktiv zu werden.

Welche Krankheiten können Zecken auf den Hund übertragen?

Borreliose

Die Lyme Borreliose ist eine Infektionskrankheit, die von infizierten Zecken auf Hund und Mensch übertragen werden kann. Hat eine Zecke zugebissen, werden die Erreger (Borrelien) aktiviert und ca. 24 Stunden nach dem Biss übertragen. Wird die Zecke vorher entfernt, besteht in aller Regel kein Infektionsrisiko. Die Inkubationszeit bei Hunden dauert zwei bis fünf Monate. Symptome, die auf eine Borreliose hinweisen können sind:

  • Fieberschübe
  • Allgemeine Lethargie
  • Wechselnde Lahmheit
  • Entzündungen der Augen
  • Lymphknotenschwellung
  • Nierenerkrankungen
  • Neurologische Symptome

Zwar gibt es eine Impfung gegen Borreliose, diese ist aber nicht unbedingt empfehlenswert, weil sie keinen absoluten Schutz bietet, da sie nicht gegen alle Erregerstämme schützt. Sollte der Hund bereits Kontakt mit Borrelien gehabt haben, können durch die Impfung, lebensbedrohliche Nierenentzündungen entstehen. Weiterhin schützt die Impfung nicht gegen weitere von der Zecke übertragenen Erreger, wie FSME oder Babesiose.

Babesiose (Hundemalaria)

Babesiose ist eine Infektionskrankheit, die die Zerstörung der roten Blutkörperchen verursacht und somit eine Blutarmut (Anämie) hervorruft. Normalerweise tritt diese Krankheit in tropischen und subtropischen Regionen auf. Aber indessen tritt diese auch in höhere Breitengrade auf. Dies hat mit der Ausdehnung der Verbreitung der Auwaldzecke und der Braunen Hundezecke zu tun. Die Inkubationszeit dauert in etwa 5 Tage bis drei Wochen. Eine akute Form der Babesiose, die unbehandelt bleibt, endet innerhalb weniger Tage mit dem Tod des Tieres.

 

Anzeige

 

Typische Symptome bei akutem Verlauf sind:

  • Fieber (bis 42 °C)
  • Ausscheiden von blutigem Urin
  • Blasse bis gelbliche Schleimhäute
  • Schwäche, Mattigkeit
  • Nierenversagen

Ehrlichiose

Die als Zeckenfieber bezeichnete Ehrlichiose ist eine Infektionskrankheit, die von mehreren Zeckenarten, wie die Braune Hundezecke, übertragen wird. Diese Krankheit kommt in tropischen und subtropischen Gebieten, inbegriffen der Mittelmeerländer, vor. Die Symptome sind hier nicht so eindeutig. Dazu zählen Fieber, Erbrechen, Abmagerung oder Abgeschlagenheit. Die Ehrlichiose kann mit Antibiotika behandelt werden.

FSME

FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist beim Hund eine seltene Erkrankung. Diese Form der Hirnhautentzündung wird vom Holzblock durch Viren übertragen. Anders als bei der Borreliose, wird FSME direkt mit dem Biss übertragen. Für Hunde gibt es aktuell keine Impfung oder ein spezielles Medikament gegen diese Erkrankung. Die Symptome sind sehr vielseitig. Dazu zählen Kopfschmerzen, Krämpfe, Lähmungen, Nervenausfälle im Gehirn, Fieber oder Verhaltensänderungen. Oft sterben die Hunde an dieser Krankheit oder es bleiben neurologische Störungen zurück. Aber es kann auch vorkommen, dass Hunde wieder gänzlich genesen.

 

Anzeige

 

Wie kann ich den Hund vor Zecken schützen?

Um den Hund vor Zecken zu schützen, gibt es im Handel wirklich viele Produkte. Dazu zählen Spot-On-Präparate, Sprays, pflanzliche Mittel, Halsbänder oder auch Clips zum Anhängen. Welches Mittel das Beste für deinen Hund ist, musst du selbst mal ausprobieren und herausfinden. Jeder Hundehalter schwört auf ein bestimmtes Produkt. In diesem Zusammenhang ist auch sehr wichtig, dass trotz Prophylaxe, das gründliche Absuchen nach einem Spaziergang nach Zecken nicht vernachlässigt werden sollte. Hierbei kann ein Flohkamm behilflich sein. Ich habe eine kleine Übersicht über die gängigsten Anti-Zecken-Präparate zusammengestellt:

Spot-On-Präparate

Solche Präparate werden in den Nacken geträufelt und verteilen sich dann auf die ganze Haut.

Exspot

Exspot enthält den Wirkstoff Permethrin und wirkt als Kontaktgift für nicht festgebissene Zecken und Flöhe. Durch eine Nervenreizung der Fußorgane der Parasiten, werden diese sich aus den Hautregionen mit größerer Konzentration entfernen. Demzufolge werden die Parasiten im Fell vielmehr sichtbar.

Als Nebenwirkungen können auftreten: Juckreiz, gelegentlicher Haarausfall und Blasenbildung an der Applikationsstelle. Exspot nicht bei Hunden unter drei Monaten oder bei Hunden, die sich von einer Krankheit erholen, auftragen und nicht auf verletzte Haut anwenden. Nicht oral anwenden.

Frontline

Frontline ist ein Zecken- und Flohmittel mit dem Wirkstoff Fipronil. Dieser bewirkt eine unkontrollierte Reaktion des zentralen Nervensystems und führt zum Tod des Parasiten. Laut Hersteller wirkt es vier Wochen gegen Zecken und acht Wochen gegen Flöhe.

Als Nebenwirkungen können auftreten: Haarausfall, Juckreiz, Hautverfärbung an der Applikationsstelle, vorübergehendes Speicheln, Erbrechen. Frontline nicht bei jungen Hunden unter zwei Kilogramm Gewicht oder auf verletzte Haut aufbringen. Nicht oral anwenden.

Advantix

Advantix enthält die Wirkstoffe Imidacloprid und Permethrin. Die Wirkung und Nebenwirkungen sind gleichzusetzen mit denen von Exspot.

Advantix nicht bei Hunden unter acht Wochen oder bei verletzter Haut auftragen. Nicht oral anwenden.

 

           Anzeige       

Pflanzliche Mittel

Bogacare

Bogacare enthält Margosa-Extrakt, Citronella- und Nelkenblütenöl und wirkt gegen Zecken, Flöhe und Milben. Es ist als Halsband, Spot-On und als Fellspray erhältlich. Es kommen keine Nebenwirkungen vor.

 

           Anzeige

Halsbänder

Scalibor Protectorband

Dieses Halsband enthält den Wirkstoff Deltamethrin, der bei Parasiten zum Tod führt. Der Wirkstoff wird fortlaufend vom Halsband in das Fell und der Hautoberfläche abgegeben und wird nicht von der Haut aufgesaugt. Das Halsband schützt vor Zecken und Stechmücken. Nach ungefähr einer Woche tritt die volle Wirksamkeit ein. Diese hält dann bis zu sechs Monaten. In den ersten fünf Tagen sollte der Hund nicht ins Wasser gehen.

Als Nebenwirkungen können auftreten: lokal begrenzte Hautveränderungen oder Haarverlust, selten neurologische Symptome (Tremor / Lethargie). Scalibor nicht bei Hunde unter sieben Wochen verwenden.

Preventic

Das Preventic Halsband enthält den Wirkstoff Amitraz, welches für Zecken giftig wirkt. Die Wirkung verbreitet sich in gleichbleibender Konzentration für die Dauer von vier Monaten über die Haut des Hundes. Geruchssinn und Fell des Hundes sind vom Halsband nicht beeinträchtigt und die Konzentration des Wirkstoffes ist für den Menschen unbedenklich.

Als Nebenwirkungen können auftreten: lokal begrenzter Haarausfall, Juckreiz, Pustelbildung und Allergien. Preventic nicht bei Hunden unter drei Monaten und bei Hunden, die sich von einer Krankheit erholen, anwenden.

 

      Anzeige

Naturheilmittel

Zedan Spray

Dieses Spray ist laut Hersteller ein natürlicher Insektenschutz für Mensch und Tier und auch einsetzbar gegen Mücken und Zecken.

Formel-Z-Tabletten

Die Formel-Z-Tabletten beinhalten Vitamine, Mineralien, Getreide und Trockenfleisch und bewirken eine Änderung des Hautmilieus und eine Geruchsbildung (für den Menschen nicht wahrnehmbar), das Zecken und andere Parasiten nicht mögen und somit fernhält.

Tic Clip

Der Tip Clip ist ein Anhänger bestehend aus einem hochwertigen Edelmetall .Seine Oberfläche ist mit einer ganz speziellen Versiegelung beschichtet. Er ermöglicht eine Tragezeit bis zu zwei Jahren. Danach sollte er erneuert werden. Er soll angeblich gegen Zecken und Flöhe helfen. Der Anhänger wird am Halsband oder Geschirr befestigt.

 

        Anzeige

Wie entferne ich eine Zecke richtig?

Wenn die Zecke beim Hund zugebissen hat, muss sie schnellstmöglich entfernt werden, da die Erreger meistens erst Stunden nach dem Biss übertragen werden. Deshalb ist es so wichtig nach einem Spaziergang den Hund nach Zecken zu checken. FSME-Viren werden aber unmittelbar mit dem Zeckenbiss übertragen.

Um die Zecke zu entfernen, kann man eine Pinzette, eine Zeckenzange oder einen Zeckenhaken benutzen. Wichtig ist, dass die Zecke immer hautnah gegriffen wird. Hier kann das Fell, in dem sich die Zecke festgebissen hat, mit zwei Fingern etwas auseinander gelegt werden. Idealerweise sollte der Hund von einer zweiten Person festgehalten werden. Beim Entfernen nicht quetschen, da die Zecke sonst Panik bekommt und somit Giftstoffe freisetzt.

 

Anzeige

 

Unter Hundehaltern wird das Drehen einer Zecke beim herausziehen, immer viel diskutiert. Weil Zecken keine Gewinde besitzen, ist es gleichgültig, ob man diese zum Entfernen dreht oder nicht. Wichtig ist nur, dass man es langsam und ohne ruckartige Bewegungen macht. Man braucht also auch keine Angst haben, dass man die Zecke in eine falsche Richtung dreht, so dass sie sich weiter in die Haut bohrt. Mit dem Drehen bewirkt man nur, dass die Zecke sich ein bisschen hin und her bewegt und sich somit leichter entfernen lässt. Mit dieser Vorgehensweise kann man ohne zu ziehen oft die gesamte Zecke mit Kopf herausbekommen.

Nach dem Entfernen kannst du die Stelle mit einem Hautdesinfektionsmittel desinfizieren. Solltest du beim Entfernen die Zecke ausversehen zerquetscht haben, so hebe die Zecke auf und suche deinen Tierarzt auf. Dieser kann dann die Zecke auf eventuelle Erreger untersuchen.

Versuche nicht die Zecke zu ersticken oder zu töten. Auf Mittel wie Margarine, Klebstoff, Alkohol oder Creme solltest du auf jeden Fall verzichten. Die Zecke würde ihren Mageninhalt inklusive vorhandener Krankheitserreger in die Bisswunde erbrechen.

Jetzt hast du einen guten Überblick über die für den Hund gefährlichen Zecken und den übertragenen Krankheiten sowie über die verschiedenen Vorbeugemaßnahmen.

Wenn du diesen Artikel gut findest, dann teile ihn mit deinen Freunden auf Facebook, Twitter oder Google+. Weiter unten findest du die Share-Buttons.

Im nächsten Teil dieser Artikelserie wird es um das Thema Flöhe bei Hunden gehen. Bis dahin Keep it puggy!

______________________________________________________________

Lese auch:

---> Flöhe beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 7/33

---> Würmer beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 5/33

---> Fieber und Husten beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 4/33

---> Durchfall beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 3/33

---> Impfungen beim Hund - So bleibt mein Hund gesund - Teil 2/33

---> Übersicht - So bleibt mein Hund gesund - Teil 1/33

 

The Pugfather - Tonys ShopAnzeige

Weitersagen:
comments powered by Disqus
































Werbung



































































Werbung





















































































































Werbung affiliate.petobel.de/160x600_dog.gif