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Gefährliche und giftige Lebensmittel für Hunde

vor 2 Jahren, 9 Monaten - Aufrufe

Gefährliche und giftige Lebensmittel für Hunde

Manchmal geht es ganz schnell. Man hat kurz nicht aufgepasst und der Hund hat etwas gegessen, was er nicht essen darf. Besonders zur Weihnachtszeit stehen verlockende Häppchen auf den Tischen, die Hunde zum Verzehr anlocken. Hier ist große Vorsicht geboten, da manche Lebensmittel gefährlich und giftig für den Vierbeiner sein können. Welche es sind erfährst du in diesem Artikel.

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 Gefährliche und giftige Lebensmittel für den HundManche Lebensmittel können für den Hund sogar tödlich sein

 

Hunde suchen ständig etwas fressbares, das liegt in ihrer Natur. Es gibt einige Lebensmittel, die dem Hund aber großen Schaden zufügen können. Ich habe hier eine Auflistung von einigen gefährlichen und sogar giftigen Lebensmitteln für den Hund vorgenommen. Manches wirst du sehr wahrscheinlich kennen, bei manchen wirst du vielleicht auch erstaunt sein.

 

Tonys Hunde-Kochbuch

Avocado

Avocados enthalten im Fruchtfleisch sowie im Kern das Toxin Persin, welches für Menschen unbedenklich, aber für Tiere giftig wirkt. Das Persin führt zu schweren Schädigungen des Herzmuskels. Es können Symptome wie Atemnot, Husten, erhöhte Herzfrequenz oder Bauchwassersucht auftreten. Eine solche Vergiftung endet meist tödlich für das Tier, da es hierfür noch keine Therapie gibt.

Bohnen

Bohnen können im rohen Zustand nicht nur beim Hund, sondern auch beim Menschen zu Vergiftungen führen. Deshalb sollten Bohnen immer gekocht werden. Rohe Bohnen enthalten das Toxin Phasin, welches im Dünndarm die Biosynthese hemmt. Beim Kochen der Bohnen geht das Phasin ins Kochwasser über und kocht sich nach geraumer Zeit aus. Wenn der Hund rohe Bohnen gegessen hat, können Symptome wie Erbrechen, Durchfall (auch blutig), Appetitlosigkeit, Fieber, Bauchkrämpfe usw. auftreten. Hat der Hund eine große Menge davon sich zugenommen, kann es auch tödlich enden. Also Bohnen nur gekocht und in kleinen Mengen verfüttern.

Kaffee, Cola und Tee

Alle koffeinhaltigen Getränke sind giftig für Hunde, da der Stoffwechsel der Tiere nicht darauf angelegt ist, Koffein zu verarbeiten. Koffein ist ein Methylxanthin. Dieser verursacht beim Hund erhöhten Blutdruck, Pulssteigerung und eine Verengung der Blutgefäße. Eine Koffeinvergiftung kann beim Hund zu Unruhe, Zittern, Krampfanfällen, Erbrechen, Durchfall, vermehrtem Durst und sogar lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen verursachen. Sollte der Hund z.B. Reste aus einer Kaffeetasse trinken, dann solltest du schnell handeln und ihn zum Tierarzt bringen.

Knoblauch, Zwiebel und Lauch

Der Verzehr von Knoblauch, Zwiebeln und Lauch können roh, gekocht oder getrocknet giftig für den Hund sein. Schon fünf bis zehn Gramm Zwiebel pro Kilogramm Körpergewicht wirken giftig. Der Verzehr dieser Lebensmittel führt, aufgrund der vorhandenen Disulfide, beim Hund zu einer Hämolyse (Zerstörung der roten Blutkörperchen). Die Vergiftung beginnt meist mit Erbrechen und Durchfall und nach ein bis drei Tagen treten Symptome auf, wie Anämie(Blutarmut), Appetitlosigkeit, Schwäche usw. Auch eine solche Vergiftung kann bis zum Tode führen. Hierbei sollte man schnellstmöglich zum Tierarzt gehen. Wenn der Hund keine Zwiebeln mehr bekommt, tritt meist eine Erholung innerhalb einer Woche ein.

Milch

Kuhmilch ist, aufgrund des hohen Gehalts an Milchzucker (Laktose), nicht gut verträglich für Hunde. Ausgewachsene Hunde können Milchzucker nicht vollständig zerlegen (Laktoseintoleranz). Dies kann dann zu Durchfall und Bauchschmerzen führen. Gegorene Milchprodukte, wie Quark, Joghurt und Käse sind unbedenklich und können als gute Kalziumquelle verfüttert werden.

Nikotin

Ich habe zwar einen Hund noch nie rauchen sehen, aber trotzdem gehört Nikotin zu den giftigen Stoffen für einen Hund. Die Vierbeiner können Zigaretten, Zigarren, Tabak zerkauen oder aus einer Pfütze trinken, in der Zigarettenstummel schwimmen und sich dabei vergiften. Schon 5-25 Gramm getrocknete Tabakblätter (ein Zigarettenstummel oder ein wenig Kautab) sind für den Hund giftig. Eine Nikotinvergiftung erkennst du an vermehrtem Speichelfluss, Muskelzittern, Untertemperatur, Krämpfe oder Kreislaufkollaps.

Nüsse

Nüsse haben einen hohen Phosphorgehalt und führen somit zur Bildung von Blasensteinen. Deshalb sollte man, wenn überhaupt, nur sehr kleine Mengen verfüttern. Z.B. in größeren Mengen aufgenommene Macademia- oder Walnüsse können Lähmungserscheinungen hervorrufen und in schlimmen Fällen tödlich wirken. Auch eine tödliche Gefahr birgt die Muskatnuss, die gar nicht verfüttert werden sollte.

Rosinen und Weintrauben

Der Verzehr von Rosinen und Weintrauben führt zu Magenkrämpfen, Durchfall, Erbrechen und sogar zu Nierenversagen. Als gefährliche bzw. giftige Menge gelten schon ca. 10-11 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Sollte der Hund Weintrauben oder Rosinen gegessen haben, musst du sofort zum Tierarzt gehen, damit der Hund bei schweren Vergiftungen eine Infusion bekommen kann und das Blut untersucht wird. Wenn die Nieren bis dahin nicht schwer geschädigt sind, ist eine Heilung möglich.

 

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Salz

Salz ist in geringen Mengen total unbedenklich. Zu viel Salz im Essen führt zu einer erhöhten Flüssigkeitsansammlung im Körper. Deshalb sollten die Hunde immer genügend Wasser zur Verfügung haben, so dass die übermäßigen Mengen an Salz wieder ausgeschieden werden können. Bei Hunden mit Herzerkrankungen muss man aufpassen, da diese das übermäßige Salz, wegen der verminderten Herzleistung, nicht ausscheiden können.

Schokolade / Kakao

Schokolade und Kakaopulver enthalten Theobromin, den Hunde sehr schlecht abbauen können und der auch in kleinen Mengen, zwei bis zwölf Stunden nach dem Verzehr, zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Dazu gehören z.B. Erbrechen, Durchfall, Zitterkrämpfe oder sogar Herzversagen. Besonders gefährlich sind Produkte mit hohem Kakaoanteil, wie dunkle Schokolade, Kakaopulver oder Kuvertüren.
Der Gehalt an Theobromin ist bei jeder Schokoladensorte verschieden:

  • Weiße Schokolade – 2 mg/g
  • Vollmilchschokolade – 2,5 mg/g
  • Zartbitterschokolade – 16 mg/g
  • Kakaopulver – 20 mg/g

Lebensbedrohlich für Hunde ist eine Theobromin Dosis zwischen 90 – 300mg/kg Körpergewicht.

Bei einer kleinen Rasse, wie z.B. der Chihuahua, kann der Verzehr von  einigen Stückchen Zartbitterschokolade tödlich enden.
Meistens reagiert der Körper des Hundes unmittelbar nach dem Verzehr von Schokolade mit dem Reflex des Erbrechens, so dass sie wieder nach draußen befördert wird. Dies ist auch der Grund, dass solche Todesfälle nicht häufiger auftreten. Im Fall, dass dein Hund Schokolade gegessen hat, solltest du sofort zum Tierarzt gehen. Der wird deinem Hund mit Abführmitteln, Mitteln zum Erbrechen oder Infusionen erste Hilfe leisten. Mit einer Blutuntersuchung kann er auch den Anteil an Theobromin nachweisen.

Rohes Schweinefleisch

Das für Menschen harmlose Aujetzky-Virus, kann in rohem Schweinefleisch enthalten sein und ist in der Regel tödlich für Hunde. Das Virus wird ab einer Temperatur von 60° C abgetötet. Schweinefleisch sollte dem Hund diesbezüglich niemals roh verfüttert werden! Sollte der Hund rohes Schweinefleisch gefressen haben, beträgt die Inkubationszeit zwei bis neun Tage. Ab da treten Symptome wie Erbrechen, Unruhe, Appetitlosigkeit, Fieber, Juckreiz usw. auf. Innerhalb von 24 – 36 Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome tritt der Tod des Hundes ein. Diese Infektion ist leider bis heute unheilbar. Am besten und sichersten ist es gar kein Schweinefleisch zu füttern.

Alkohol

Alkoholische Getränke sind für den Hund giftig, da der Hund nur langsam und unvollständig Alkohol abbauen kann. Sollte der Hund Alkohol zu sich genommen haben, treten nach ca. 30 bis 60 Minuten starkes Speicheln, Durchfall und Erbrechen ein. Nach ein bis drei Stunden Schreckhaftigkeit, Fieber, Taumeln, Krampfanfälle. Man sollte schnellstmöglich zum Tierarzt gehen. Dieser hilft das Tier zum Erbrechen zu bringen, Magenspülungen durchzuführen oder kann Infusionen verabreichen.

 

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Steinobst

Zu Steinobst gehören Früchte wie Aprikosen, Kirschen, Pflaumen, Pfirsiche. Die Kerne enthalten die Giftstoffe Amygdalin und Prunasin, die Blausäure im Organismus des Hundes abspalten. Eine Vergiftung erkennt man an der Atemluft des Hundes, die stark nach Bittermandel riecht. Typische Symptome sind Erbrechen, Übelkeit, Kratzen im Hals, Atembeschwerden, Herzschmerzen und Fieber.

Süßstoff Xylit

Die Aufnahme des Süßstoffes Xylit kann für Hunde tödlich sein. Dieser Süßstoff kommt oft in zuckerfreien Lebensmitteln, wie Bonbons und Kaugummi, vor. Das Xylit erhöht die Ausschüttung des körpereigenen Insulins und kann beim Hund zu einem lebensbedrohlichen Sinken des Blutzuckerspiegels führen. Nach ungefähr einer halben Stunde treten Symptome wie Schwäche, Krämpfe, fehlende Koordinationsfähigkeit auf. Eventuelle Leberschäden können die Folge sein.

Jetzt hast du einen guten Überblick über gefährliche und giftige Lebensmittel für Hunde. In Tonys Hunde-Kochbuch findest du viele weitere Lebensmittel, die Hunde essen und nicht essen dürfen sowie viele tolle Rezepte für deinen Hund.

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Tonys Hunde-Kochbuch

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