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Aggressionen beim Hund - Teil 1/2

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Aggressionen beim Hund – Teil 1/2

Etliche Hunde haben ein Aggressionsproblem. Dieses entsteht meistens durch eine falsche Haltung und Erziehung der Hunde und stellt eines der wichtigsten Probleme in der Mensch-Hund-Beziehung dar. Erfahre was genau Aggressionsverhalten beim Hund bedeutet, welche unterschiedlichen Formen es von Aggressionen gibt, wie man Aggressionsverhalten diagnostiziert und was man dagegen tun kann.

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Aggressionen beim Hund

Was ist genau Aggression beim Hund?

Prinzipiell ist Aggressionsverhalten eine natürliche Reaktion auf Außenreize. Der angeborene Aggressionstrieb ist bei jedem Hund, je nach Veranlagung, unterschiedlich ausgeprägt. Biologisch gesehen erfüllen Aggressionen beim Hund die Funktion der Schadensvermeidung, der Unversehrtheit des eigenen Körpers, dem Ressourcenerwerb sowie der Ressourcenabdeckung.

Somit ist Aggression ein Instinkt und auch Teil des Sozialverhaltens der Hunde. Das Ziel von biologisch „sinnvoller“ Aggression ist nicht in erster Linie einen Gegner zu verletzen oder sogar zu töten, sondern dem Rivalen durch verschiedene Signale, die Möglichkeit zu geben sich zu unterwerfen oder zu flüchten.

Aggressionsverhalten beim Hund ist abhängig von der Genetik und den Umwelteinflüssen. Einerseits sind Aggression und Reizschwelle eines Hundes genetisch festgelegt, werden aber grundlegend durch Umwelt- und Haltungsbedingungen verändert. Aggressive Konfliktlösungsstrategien werden hauptsächlich erworben und nur ein sehr geringer Anteil ist genetisch bedingt.

 

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Welche Formen von Aggressionen gibt es?

Damit man die Aggressionen bei Hunden besser verstehen kann, ist es sinnvoll sich die verschiedenen Formen von Aggressionen anzuschauen. Diese können wie folgt unterteilt werden (laut FEDDERSEN-PETERSEN & HASSENSTEIN):

  • Aggression als Verteidigung (Schmerz, Schreck, usw.)
  • Angriffsbereitschaft gegen Beutetiere (Jagdverhalten)
  • Aggression als Gegenangriff (Angstbeißer, die keine Fluchtmöglichkeit besitzen)
  • Aggression gegen Geschlechtsrivalen (Aggression unter Rüden, usw.)
  • Aggression bei der Verteidigung des Territoriums
  • Aggression als Machtprobe (Darstellung des eigenen hohen Ranges, Dominanz)
  • Gruppenaggression (Gruppenkeile)
  • Aggression aus Frustration (Frustration wird an einen Dritten ausgelassen)
  • Pathogene (krankhafte) Aggression (Dr. Stemmler)

Grundsätzlich stellt Aggressionsverhalten kein Problem dar. Wenn es aber durch verschiedene Gegebenheiten dem Hund keine sonstigen Lösungsstrategien zur Verfügung stehen, als aggressiv zu handeln, und ein friedliches Zusammenleben zwischen Hund und Mensch nicht möglich ist, so wird Aggression zum Problem.

Wie kann Aggressionsverhalten diagnostiziert werden?

Hierbei muss erst einmal der Grund und die Ursache des aggressiven Verhaltens identifiziert werden, um den Hund weitere Lösungsstrategien aufzuzeigen, damit dieses Verhalten nicht weiter ausgeübt wird. Im Allgemeinen kann man sagen, dass ängstliche, unsichere und nicht gut sozialisierte Hunde, eher die Toleranzgrenze überschreiten und Aggressionsverhalten zeigen.

Folgende Fragen sollte man sich stellen und beantworten:

  • Was ist der genaue Auslöser des Aggressionsverhaltens?
  • Wie lange besteht schon dieses Problem beim Hund?
  • Wie ist die Bindung zwischen Hund und Hundehaltern?
  • Wie gefährlich ist dieses Verhalten für Menschen und andere Tiere?

Wenn man diese Fragen beantworten kann, so hat der Hundetrainer gute Ansatzpunkte, um mit dem Anti-Aggressionstraining erfolgreich zu sein. Denn die Erfolgschancen stehen gut, wenn man den genauen Auslöser aufklären kann, das aggressive Verhalten seit kurzer Zeit auftritt oder eine gute Bindung mit dem Hund besteht, in dem der Hund über Hör- und Sichtzeichen gut unter Kontrolle gehalten werden kann.

Das Wichtigste ist aber die Bereitschaft aller Familienangehörigen hart und konsequent, zusammen mit einem erfahrenen Hundetrainer, über einen längeren Zeitraum zu arbeiten. Meist ist das „sich helfen lassen“ die größte Hürde bei dieser Problematik.

 

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Gründe für aggressives Verhalten beim Hund können sein:

  • Erbanlagen (Zucht beeinflusst das Nervenkostüm des Hundes)
  • Umwelterfahrungen, Sozialisierung, Umwelteinflüsse
  • Zuvor gemachte Negativerfahrungen mit dem „Auslöser“
  • Haltungsbedingungen (Steht ein Hund unter Stress so ist die Reizschwelle für Angst und Wut niedriger, welches zu Aggressionen führen kann)
  • Gemachte Lernerfahrungen in Zusammenhang mit Aggressionsverhalten (Erfolgserlebnisse für den Hund)

Hunde zeigen viele verschiedene Signale und Warnungen, bevor sie knurren oder zuschnappen. Meist werden diese nicht als solche von Menschen interpretiert.

Folgende Eskalationsleiter zeigt eine normale Reaktion des Hundes auf einen bedrohlichen Reiz:

 

Eskalationsleiter bei Aggression von HundenEskalationsleiter

Im zweiten Teil werde ich mich mit der Frage beschäftigen: „Was kann man gegen Aggressionsverhalten beim Hund tun“?

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