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Trennungsangst bei Hunden - Teil 1/2

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Trennungsangst bei Hunden Teil 1/2

Es gibt viele Hunde, die unter dem Alleinsein leiden. In diesem Fall belastet es nicht nur die Hunde, sondern auch die Halter. Vom ununterbrochenen Jaulen oder zerstörerischem Verhalten bis hin zu Panikattacken und Urinieren in der Wohnung kann Trennungsangst viele Symptome beim Hund auslösen. In dieser zweiteiligen Artikelserie möchte ich zeigen was genau Trennungsangst bei Hunden ist, wie sie entsteht, welche Symptome sie beim Hund hervorruft und was man dagegen tun kann.

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Was ist Trennungsangst bei Hunden?

Trennungsangst ist beim Hund ein angeborener Schutzmechanismus, damit Welpe und Muttertier sich nicht so weit voneinander entfernen. Sowohl der Welpe als auch die Mutterhündin empfinden dabei Stress. Dieser soll das Risiko einer Entfernung minimieren.

Hat ein Hund Trennungsängste, so gibt es zwei verschiedene Ansätze die Ursache zu identifizieren. Der erste Ansatz ist die Beziehung Eltern / Welpe bzw. Mensch / Hund. Hierbei hat der Hund existenzielle Angst das Elterntier (Besitzer) zu verlieren. Dieses Verhalten kann auch bei erwachsenen Hunden vorkommen.

 

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Der zweite Ansatz ist genau entgegengesetzt, indem das Muttertier den Welpen sucht. An dieser Stelle ist es von Bedeutung wer die Verantwortung im Rudel hat (Mensch oder Hund). Meist sind dies dominante Hunde, die im Rudel das Sagen haben. Eine solche Trennungsangst ist eine bedrückende Angst des Elterntieres (Hund) der die Welpen (Besitzer) verliert bzw. weggenommen wird. Der Hund tobt, kläfft und ist unruhig, weil er sich Sorgen um seinen Menschen macht. In Ausnahmefällen können solche Hunde auch ihren Besitzer angreifen, wenn dieser sich zu weit von ihnen entfernt.

Beide Ansätze basieren auf die angeborene Verlustangst zwischen Elterntier und Welpen. Aber damit das Leben mit dem Menschen so entspannt wie möglich sein kann, muss jeder Hund lernen alleine zu bleiben.

 

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Nicht immer liegt aber eine Trennungsangst vor, wenn der Hund nicht alleine bleiben will. Hat der Hund z.B. zu wenig Bewegung oder ist gelangweilt, weil er nicht ausreichend beschäftigt wird, so kann dies zu unerwünschtem Verhalten während der Abwesenheit des Besitzers kommen. Hier liegt das Problem eher an einer falschen Haltung des Hundes.

Wie entsteht Trennungsangst bei Hunden?

Trennungsangst beim Hund entsteht bzw. entwickelt sich je nach Erziehung und Verhalten des Besitzers und von den gemachten Erfahrungen des Hundes, die meistens mit dem Handeln des Menschen zu tun haben. Die folgenden Punkte können Trennungsängste beim Hund hervorrufen bzw. fördern, müssen aber nicht. Dazu gehören z.B.:

  • Abschied: Der Hund wird übermäßig verabschiedet und eventuell mit Leckerlis aufgemuntert.
  • Rückkehr: Übermäßige Begrüßung bzw. Begrüßungsrituale und füttern von Leckerlis oder Futter.
  • Zu frühe Trennung von der Mutter.
  • Zu späte Trennung von der Mutter, da der Welpe lange auf sie geprägt worden ist.
  • Hunde vom Hundehändler, welche im Kofferraum eines Autos transportiert oder im Zwinger, Scheune usw. gelebt haben und keinen Kontakt zu Menschen hatten.
  • Bei Besuch: Hund darf diese als erster begrüßen und ist Mittelpunkt des Geschehens.
  • Zu starkes Verhätscheln des Hundes.
  • Ein Wechsel des Besitzers.
  • Tod eines Familienmitglieds oder Hundes welches in der Familie gelebt hat.
  • Futterritual: Hund erhält meist sein Futter bevor der Besitzer isst.
  • Fehlen eines Familienmitglieds, bei Auszug der Kinder oder bei Ehescheidung.
  • Traumatische Erlebnisse, wenn der Hund alleine ist. Wie z.B. Gewitter.
  • Hund entscheidet wann gespielt wird, geht immer voraus (z.B. durch die Tür) oder sucht sich ohne Erlaubnis des Menschen, den „besten“ Platz auf dem Sofa oder sogar im Bett (Dominanzverhalten).

 

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Was sind die Anzeichen für Trennungsängste beim Hund?

Häufige und typische Anzeichen für Trennungsangst beim Hund sind folgende:

  • Die Hunde sind äußerst anhänglich und folgen dem Besitzer überall hin. Wie z.B. Bad, Küche, Keller oder Briefkasten. Sie werden unruhig, wenn sie nicht erfolgreich sind, weil der Besitzer z.B. die Tür geschlossen hat. Sie werden erst ruhig, wenn der Besitzer in ihrer Nähe bzw. im Blickfeld ist.
  • Wenn der Besitzer das Haus verlassen will bzw. sich darauf vorbereitet, reagieren sie ganz aufgeregt und wollen mitgenommen werden. Dieses Verhalten beginnt schon beim Schuhe oder Jacke anziehen, Schlüssel nehmen, Tasche packen usw. Manche Hunde stellen sich knurrend vor die Tür. In Extremfällen kann es auch vorkommen, dass der Hund aggressiv gegenüber dem Besitzer reagiert und auch zuschnappen kann.
  • Während der Abwesenheit des Besitzers reagieren die Hunde oft mit dauerhaften Bellen, Jaulen, Winseln oder Heulen, Koten oder Urinieren im Haus, mit zerstörerischem Verhalten, wie Türen zerkratzen (oft an den Ausgängen), Zerkauen von Schuhen, Möbeln oder Tapeten. Weiterhin treten erhöhter Speichelfluss, Zittern, Pfotenschwitzen, Pupillenerweiterung, erhöhter Puls  und Unruhe auf, indem sie ununterbrochen im Zimmer hin- und herlaufen. In der Regel treten diese Symptome nicht oder nur teilweise in der Gegenwart des Besitzers auf. Bei einigen Hunden treten nur einzelne bei manchen eine Kombination dieser Symptome auf.
  • Frenetische und wilde Begrüßung bei der Rückkehr des Besitzers.

Man muss natürlich einige der oben genannten Punkte auch differenziert betrachten. Wenn ein Hund in die Wohnung uriniert, kann es auch eine fehlerhafte Erziehung zur Stubenreinheit sein. Ist der Hund nicht richtig ausgelastet und gelangweilt, kann dieser auch Gegenstände im Haus zerstören. Dauerhaftes Bellen kann auch eine Forderung der Aufmerksamkeit des Hundes bedeuten.

Im zweiten Teil dieser Artikelserie wirst du erfahren, was man genau gegen Trennungsangst tun kann, damit der Hund seine Ängste verliert.

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Lese auch:

---> Trennungsangst bei Hunden - Teil 2/2

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