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Trennungsangst bei Hunden - Teil 2/2

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Trennungsangst bei Hunden Teil 2/2

Im ersten Teil dieser zweiteiligen Artikelserie hast du erfahren was genau Trennungsangst bei Hunden ist, wie sie entsteht und welche Symptome sie beim Hund hervorruft. Im zweiten Teil konzentrieren wir uns darauf, was man dagegen tun und wie der Hund die Ängste verlieren kann.

Trennungsangst bei Hunden - Tony der Mops

Wie verliert der Hund die Ängste und was kann man dagegen tun?

Das Alleinsein muss dem Hund beigebracht werden und kann unter Umständen viel Geduld fordern. Wichtig ist, dass man sich hierbei viel Zeit lässt und es Schritt für Schritt angeht. Man sollte sich für die Desensibilisierung einige Wochen Zeit lassen.

Platztraining

In der Anfangsphase darf man nicht den Fehler machen, den Hund / Welpen stundenlang alleine zu lassen, da dieser in Panik geraten kann und voraussichtlich denken wird, dass seine Besitzer ihn verlassen haben. Einen verstörten Hund wieder zu desensibilisieren ist dann viel schwieriger. Deshalb ist es sehr ratsam, dass man mit kleinen Schritten anfängt. Am Anfang kann man mit dem Platztraining beginnen, indem der Hund lernt, so lange auf einen Platz (z.B. im Körbchen) zu bleiben, bis das Kommando wieder aufgehoben wurde. Dies kann man drei- bis viermal mal am Tag für kurze Zeit wiederholen bis der Hund ruhig und gelassen auf den gewünschten Platz bleibt.

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Distanztraining

Wenn das Platztraining erfolgreich funktioniert hat, kann man mit dem Distanztraining beginnen. Hier kannst du kurz mal den Raum verlassen und wieder reinkommen. Beim nächsten Mal kannst du die Tür zu machen und sofort wieder reinkommen ohne ihn zu loben. So lernt der Hund, dass man wieder kommt. Als kleine Ablenkung hilft meist das Lieblingsspielzeug oder ein Leckerli.

Die Abstände kann man dann langsam verlängern, bis der Hund entspannt eine Weile alleine bleiben kann. Sollte der Hund jaulen oder bellen, dann betrete das Zimmer erst wieder, wenn er ruhig ist. Da ansonsten beim Hund die Assoziation entsteht, dass durch Bellen oder Jaulen der Besitzer zurückkommt. Diese Übung kann man zwei- bis dreimal am Tag durchführen und die Zeit Schritt für Schritt langsam steigern. Anfangs sollte eine solche Übungseinheit nur einige Minuten dauern. Die Zeitspanne kann nach einigen Tagen, wenn der Hund ruhig und entspannt alleine geblieben ist, dann wieder ein wenig gesteigert werden.

 

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Als nächsten Schritt kann man das Haus verlassen. Beim Verlassen nicht vorher mit dem Hund reden, sondern einfach rausgehen, als wäre es das Normalste der Welt. Bring z.B. den Müll raus und gehe wieder nach Hause. Wenn du reinkommst, solltest du deinen Hund nicht überschwänglich begrüßen oder sogar mit einem Leckerli belohnen, sondern erst einmal ignorieren (dies fällt besonders schwer) und wenn er sich beruhigt hat, kannst du ihn streicheln.

Beim Haus verlassen solltest du genau so vorgehen, wie beim Zimmer verlassen. Die Abwesenheitszeit immer langsam erhöhen. Sollte dein Hund unsicher werden, dann gehe ruhig einen Schritt zurück und verlängere die Zeit erst, wenn sich dein Hund entspannt fühlt. Wie gesagt, hierbei muss man manchmal viel Geduld aufbringen, die sich später aber wirklich auszahlt, indem der Hund alleine bleiben kann, ohne dass er leiden muss, weil er gelernt hat, dass du wieder kommst. Am besten ist es deinen Hund vor solchen Übungen mit einem langen Spaziergang oder mit Spielen auszulasten. Ein ausgeglichener Hund kann sich auch besser entspannen.

Weitere Maßnahmen

Fast alle Hunde assoziieren mit Jacke oder Schuhe anziehen, mit Handtasche packen oder Schlüssel nehmen, dass der Besitzer das Haus verlassen wird. Hierbei kann man auch einfach mal die Jacke anziehen ohne das Haus zu verlassen. Nach einigen Malen kann man dann den Schlüssel nehmen usw. bis der Hund nicht mehr mit Stress reagiert. Wenn man dies über mehrere Wochen übt, neutralisiert man die Erwartungen des Hundes. Diese Maßnahme funktioniert aber nicht bei jedem Hund.

Biete deinem Hund auch einen strukturierten Tagesablauf. Feste Strukturen geben deinem Hund Sicherheit. Dazu gehören geregelte Futterzeiten, Spaziergänge sowie Spiel- und Kuschelzeiten. Dein Hund sollte auch geistig und körperlich ausgelastet sein. Dazu zählen z.B. das Spielen mit anderen Hunden oder das Erlernen neuer Kommandos. Ebenso wichtig sind Ruheplätze, in denen sich der Hund wohlfühlt und entspannen kann. Auch ein ständiges Nachlaufen im Alltag solltest du verhindern.

 

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Dominanzverhalten verhindern

Um Dominanzverhalten seitens des Hundes zu vermeiden, so dass er sich als Elterntier fühlt und daraus Trennungsängste entwickelt, muss man einiges beachten. Falls sich Besuch ankündigt, dann muss man die Gäste selbst zu erst begrüßen. Der Hund sollte erst auf Befehl die Gäste begrüßen dürfen. Ebenso gilt, wenn dein Hund aufs Sofa möchte. Er darf erst zu dir, wenn du ihn dazu eingeladen hast. Die gleiche Prozedur gilt für das Spielen. Das Spielen sollte immer von dir ausgehen. Bei der Futtergabe sollte dein Hund erst auf dein Kommando essen dürfen. Wenn du das Haus verlässt, solltest du zuerst rausgehen. Mit einer klaren und festen Hierarchiestruktur, in der der Halter die Verantwortung übernimmt, entsteht kein Dominanzverhalten des Hundes und somit können sich in dieser Beziehung keine Trennungsängste entwickeln.

Verhaltenstherapie

Besteht aber eine Trennungsangst schon eine längere Zeit, so dauert auch die Therapie länger, weil die Ängste des Hundes sich im Zeitablauf gefestigt haben. Hierbei sollte man einen Verhaltenstherapeuten hinzuziehen, um langfristig Erfolge zu erzielen. Ebenfalls sollte ein Therapeut zu Rate gezogen werden, wenn es sich um Extremfälle handelt, in dem der Hund sich z.B. verletzt hat.

Durch die zweiteilige Artikelserie hast du einen guten Überblick über Trennungsängste beim Hund bekommen, indem du diese besser erkennen und etwas dagegen unternehmen kannst.

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Lese auch:

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