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Interview Streichelbande

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Interview mit Christiane Vidacovich von der Streichelbande

Mit einem Teil des Supportergeldes wollen wir eine Tierschutzorganisation unterstützen. Der Tierschutzverein „Streichelbande“ ist einer von drei Organisationen, welche unsere Supporter in der Supporter-Area auswählen können, damit Sie von uns gesponsort werden. Hier könnt Ihr Euch ein Bild von der „Streichelbande“ machen.

Tony der Mops beim Interview mit Streichelbande

Wir haben die 1. Vorsitzende Christiane Vidacovich von der Streichelbande in München besucht und interviewt.

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CARMELO: „Hallo Frau Vidacovich! Vielen Dank, dass wir ein Interview mit Ihnen führen können. Können Sie uns kurz beschreiben, was die Streichelbande genau macht?“

CHRISTIANE: „ Grüß Gott. Ich freue mich auch über das Interview. Die Streichelbande ist ein gemeinnütziger Verein. Hat mittlerweile 180 Mitglieder, die fast alle einen Hund besitzen, den sie auch lieben. Diese Menschen gehen mit Ihren Hunden, innerhalb unserer Organisation, in Altenheime, besuchen behinderte Menschen, Schulen und Kindergärten. Das macht die Streichelbande mit großem Erfolg. 2005 haben wir uns gegründet und bestehen jetzt schon seit acht Jahren.“

CARMELO: „Wie sieht ein ganz normaler Tagesablauf eines Mitarbeiters der Streichelbande aus?“

CHRISTIANE: „Die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind ja teilweise auch noch berufstätig. Wir haben auch etliche Mitglieder, die auch schon in Rente sind. Die Besuche finden in der Regel einmal in der Woche, alle vierzehn Tage oder einmal im Monat statt. Unsere Leute besuchen dann mit ihren Hunden verschiedene Institutionen. Die Besuche nehmen viel Zeit in Anspruch. Man muss hinfahren, den Hund ein wenig vorbereiten, man bleibt dann dort mindestens eine Stunde. Ein Besuch nimmt circa drei bis vier Stunden in Anspruch.“

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CARMELO: „Wieso können Hunde in manchen Fällen den Menschen besser helfen, als Menschen?“

CHRISTIANE: „Da haben die Hunde uns einiges voraus. Sie sind einfach völlig unvoreingenommen. Sie erwarten nicht, dass der Mensch zu dem sie hingehen eine gewisse Bildung, ein gewisses Aussehen hat oder besonders flott ist, sondern sie nehmen den Menschen so wie er ist. Sie sind ziemlich freundlich, liebenswert und lassen sich streicheln.“

CARMELO: „Gibt es eine spezielle Ausbildung für die Hunde, um als Besuchshund eingesetzt zu werden?“

CHRISTIANE: „Ja die gibt es schon. Wir machen im Vorfeld einen Eignungstest. Der dauert in etwa zwei bis drei Stunden. Es werden verschiedene Sachen geprüft: Hat der Hund Aggressionen, wie kommuniziert der Besitzer mit ihm oder wie er mit Artgenossen umgeht. Bei diesem Test wird auch festgestellt für was der Hund besonders geeignet ist. Soll er lieber zu Kindern oder alten Menschen gehen. Soll er alleine oder in der Gruppe die Besuche durchführen. Eine wirklich spezielle Ausbildung gibt es nicht, aber wir machen Kurse. Kurse mit Tierärzten und Hundeführern. Weiterhin machen wir auch Dog-Dancing, um ein bisschen was zeigen zu können, aber eine direkte Ausbildung haben wir nicht.“

 

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CARMELO: „Ist jede Hunderasse geeignet, um als Besuchshund eingesetzt zu werden?“

CHRISTIANE: „Eigentlich schon. Wir haben bei unseren 180 Mitgliedern circa 150 Hunde. Da sind fast alle Rassen vertreten. Wir haben auch einen Kampfhund, einen Rottweiler. Letztendlich kommt es auf die Ausbildung der Hunde an und auf das Verhältnis zum Menschen. Wenn sie gut untergebracht sind und geliebt werden, dann haben sie auch ein gutes Verhältnis zum Menschen.“

 

Video: Interview mit der Streichelbande

 

CARMELO: „Damals zu meiner Grundschulzeit, gegen Ende der Achtziger Jahre, gab es z.B. keine Besuchshunde oder Haustiere, die in den Schulen eingesetzt worden sind. Heutzutage gibt es immer mehr sogenannte Schulhunde, um Ängste abzubauen und den Umgang mit Hunden / Tieren zu sensibilisieren. Würden Sie sagen, dass ein Trend zu verzeichnen ist, dass Hunde hierfür vermehrt eingesetzt werden?“

CHRISTIANE: „Ja da gibt es absolut ein Trend. Es gibt auch schon etliche Lehrer, die Ihre Hunde in die Schule mitnehmen. Es gibt auch Lesehunde, die zwar selber nicht lesen, aber sie bei den Schülern sitzen und durch die Ruhe die sie ausstrahlen und vielleicht auch mal einschlafen, vermitteln sie ein gutes Gefühl bei den Schülern.“

CARMELO: „Welche bedeutenden Momente haben sie bisher in Ihrem Ehrenamt im Rahmen der Streichelbande erlebt?“

CHRISTIANE: „Es gibt viele bedeutende Momente. Ein bedeutender ist erst vor zwei Tagen passiert. Wir waren vor zwei Wochen bei einer Montessori Schule mit unseren Hunden. Da ist ein Mädchen dabei gewesen, die Ihre Eltern gefragt hat, ob sie nicht zu Ihrem Geburtstag eine Hunde Party machen könnte. Wir sind vor zwei Tagen mit einigen Hunden dort gewesen. Sie hat acht Freundinnen eingeladen und wir hatten viel Spaß zusammen. Das Mädchen hat so eine Riesenfreude gehabt, dass ich sagen kann, das war ein besonderes Erlebnis. Natürlich neben vielen anderen Momenten, in denen man z.B. alten Menschen den Hund streicheln lässt und diese sich geliebt fühlen und somit nicht zu einsam sind.“

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CARMELO: „Gibt es noch etwas, dass sie den Leuten da draußen gerne mitteilen würden?“

CHRISTIANE: „Ja schon. Dass sie unsere Tiere und speziell unsere Hunde als Mitgeschöpfe sehen. Dass sie nicht denken, dass Hunde weniger Wert sind als wir Menschen, sondern diese gut behandeln und nach ihrer Natur leben lassen. Und wertschätzen was sie für uns tun.“

CARMELO: „Wieso sollten unsere Supporter gerade die Streichelbande unterstützen?“

CHRISTIANE: „Weil die Leute von der Streichelbande ganz nette Menschen sind und viel für die Tiere und für andere Menschen tun, die unsere Hilfe brauchen und geliebt werden möchten. Deshalb sollte die Streichelbande unterstützt werden.“

CARMELO: „Vielen Dank Frau Vidacovich für das interessante Interview.“

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